Münster. Die Immobilienpreise Niedersachsen 2025 zeigen im dritten Quartal erneut eine moderate Steigerung. Während Eigenheime und Reihenhäuser teurer wurden, blieb der Anstieg bei Eigentumswohnungen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau stabil.
Preise steigen weiter: Aktuelle Entwicklungen bei den Immobilienpreisen Niedersachsen 2025
Die jüngsten Zahlen zum Immobilienmarkt in Niedersachsen wurden vom Institut empirica im Auftrag der LBS NordWest erfasst. Für gebrauchte Wohnimmobilien ist insgesamt eine leichte Preissteigerung zu beobachten. Eigenheime kosteten im Mittel zwei Prozent mehr als im Vorjahr, Reihenhäuser wurden sogar drei Prozent teurer. Hingegen stiegen die Preise für Eigentumswohnungen lediglich um ein Prozent.
Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in den Regionen
Die höchsten Durchschnittspreise bei gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern weist die Landeshauptstadt Hannover auf. Hier liegt der mittlere Angebotspreis bei rund 650.000 Euro, was einem Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das entspricht etwa dem Zwölffachen eines durchschnittlichen Jahresnettoeinkommens vor Ort. Göttingen (525.000 Euro) und Osnabrück (490.000 Euro) folgen mit etwas geringeren Durchschnittspreisen.
Demgegenüber ist Salzgitter die günstigste Großstadt Niedersachsens, mit einem durchschnittlichen Hauspreis von etwa 300.000 Euro. Das entspricht dem Fünfeinhalbfachen eines lokalen Jahresnettoeinkommens. Auf Landkreisebene ist Harburg mit rund 510.000 Euro am teuersten, gefolgt von der Region Hannover (460.000 Euro) und Lüneburg (416.000 Euro). Der Landkreis Holzminden bietet im Vergleich die günstigsten Preise mit etwa 215.000 Euro, trotz einer Preissteigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Angebotspreise für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen in Niedersachsen
Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind in den großen Städten eine beliebte, platzsparende Alternative. In Hannover werden diese Immobilien im Durchschnitt für 450.000 Euro angeboten, der höchste Preis im Städtevergleich. Göttingen (399.000 Euro) und Oldenburg (360.000 Euro) gehören ebenfalls zu den teureren Regionen. Interessant sind die Preise in Wilhelmshaven, wo das mittlere Angebot mit 200.000 Euro um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen ist.
Auch bei gebrauchten Eigentumswohnungen verzeichnet Hannover mit 249.000 Euro die höchsten durchschnittlichen Angebotspreise. Oldenburg und Osnabrück folgen mit jeweils 215.000 Euro. Besonders preiswert sind Wohnungen in Salzgitter (110.000 Euro). Unter den Landkreisen führt Leer die Liste mit 271.000 Euro an, gefolgt von Aurich und Harburg. Goslar stellt mit 66.000 Euro das günstigste durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen dar.
„In Niedersachsen hat sich der durchschnittliche Preistrend bei Gebrauchtimmobilien stabilisiert“, erläutert Frank Demmer, Vorstandsvorsitzender der LBS NordWest. „Das ist erst einmal eine gute Nachricht für alle, die jetzt nach einer eigenen Immobilie suchen. Allerdings bleiben an gefragten Standorten die Preise für Bestandsimmobilien auf einem hohen Niveau, weil steigende Baukosten und fehlende Flächen den Neubau bremsen.“
- Eigenheime: +2 % zum Vorjahr
- Reihenhäuser: +3 % zum Vorjahr
- Eigentumswohnungen: +1 % zum Vorjahr
Weitere Details und regionale Preisübersichten finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie beim Institut empirica.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Entwicklung der Immobilienpreise Niedersachsen 2025 spiegelt den nach wie vor angespannten Wohnungsmarkt wider. Für Interessierte aus der Region bedeutet dies, dass bereits bestehende Immobilien an Nachfrage gewinnen und Neubauprojekte wegen hoher Kosten und Flächenmangel limitiert bleiben. Käufer sollten neben den regional stark schwankenden Preisen auch die Relation zum örtlichen Einkommen beachten, um die Erschwinglichkeit besser einzuschätzen. Die LBS NordWest wird die Marktentwicklung weiterhin beobachten und im Laufe des Jahres weitere Daten bereitstellen.
Mehr zu regionalen Immobilienangeboten und Marktentwicklungen finden Sie unter regionalupdate.de/immobilien. Ergänzend können Informationen zur Förderung von Neubau- und Sanierungsprojekten beim Landesamt für Statistik Niedersachsen eingesehen werden.